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FelS, 15.11.2008

Dieser schöne Satz gilt derzeit nur für Banken. Bald könnte er für alle gelten! Schicken Sie den anhängenden Brief an den Finanzminister.
»Sozialismus oder Barbarei« – das neue Motto der G8-Finanzminister? Rund um den Globus beginnen sie die Verstaatlichung der Banken. Doch dass wir uns nicht täuschen: Den G8-Staaten heiligt der Zweck das ungeliebte Mittel. Sie pumpen Milliarden in den Finanzsektor, damit das alte Spiel von vorn beginnen kann. Nach gelungener Sanierung durch den Staat dürfen die Privaten wieder übernehmen. So wird der Kapitalismus gerettet: durch Verstaatlichung der Schulden. Doch wo kommt das viele Geld plötzlich her? Herr Steinbrücks US-Kollege Henry Paulson hat es kürzlich auf den Punkt gebracht: „Der Steuerzahler wird letztlich immer zur Kasse gebeten bei dem System, das wir haben. Wenn das System nicht stabil ist, trägt der Steuerzahler die Kosten.“
Der Bundeshaushalt 2008 beläuft sich auf gut 280 Milliarden Euro, für alle ALG-II- Empfängerinnen und Empfänger zusammen gibt der Staat jährlich 27 Milliarden aus. Wenn plötzlich ganz unbürokratisch 500 Milliarden Euro für das gegenseitige Vertrauen der Banken da sind, dann ist das Zeichen deutlich. Es gibt wieder etwas zu verteilen. Fassen Sie sich ein Herz und tilgen auch unsere Schulden, Herr Steinbrück! Damit nicht nur die Banken gerettet werden, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger!
Glaube und Vertrauen, das haben wir in den vergangenen Wochen gelernt, sind die wackeligen Füße, auf denen die Weltwirtschaft steht. Wenn die Banken sich nicht mehr vertrauen, ist das System in Gefahr. Aber was würde wohl passieren, wenn die Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen ins System verlieren? Das sollte Ihnen auch 500 Milliarden Wert sein, Herr Steinbrück!
Als PDF zum Download findet sich hier ein Briefvordruck, der in großen Mengen an das Finanzministerium geschickt werden soll, damit auch unsere Schulden getilgt werden. Also: Brief ausdrucken, Marke drauf und ab zur Post!
FelS, 15.11.2008
Am 28. November heißt es wieder antirassistisch das Tanzbein zu schwingen.
Diesmal in folgender Aufstellung...
, 10.11.2008
„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“ Primo Levi
Gedenkveranstaltung in Moabit zum 9. November
Schon seit 1990 findet auf Initiative der Antifaschistischen Initiative Moabit alljährlich eine Gedenkveranstaltung statt, mit der an sowohl an die Reichspogromnacht 1938 als auch an Rassismus, Antisemitismus und Neonazi-Umtriebe in der Gegenwart erinnert werden soll. In diesem Jahr folgten 600 Menschen dem Aufruf verschiedener linker und antifaschistischer Gruppen und zogen von der Gedenkstätte in der Moabiter Levetzow-Straße zum Denkmal Putlitz-Brücke. Dort, wo Anfang der 40er Jahre in aller Öffentlichkeit die Transporte in die Vernichtungslager abfuhren, legten die DemonstrantInnen Blumen für die zahllosen Jüdinnen und Juden nieder, die während der Shoa ermordet wurden.
arranca! Redaktion, 07.10.2008
Wer vom 15. bis zum 19. Oktober auf die Frankfurter Buchmesse geht, findet uns zusammen mit dem Berliner Verlag Assoziation A und der Zeitschrift Sul Serio in Halle 3.1, im ersten Stock an Stand A 172 (Lageplan).
Wer nicht auf die Buchmesse geht, kann unsere aktuelle Kooperationsausgabe mit der Sul Serio, 'Wem gehört der Klimawandel?', auch direkt bei uns bestellen.
, 07.09.2008
Vom 19. bis 21. September treffen sich in Köln Funktionäre und Anhänger rassistischer Parteien aus ganz Europa zu einem Anti-Islam-Kongress.
Die Veranstaltung wird von der rechtsradikalen Bürgerbewegung Pro Köln im Rahmen des aktuellen Kommunalwahlkampfes organisiert. Auf ihre Einladung hin reisen VertreterInnen des Front National (Frankreich), von Vlaams Belang (Belgien), der FPÖ (Österreich), der BNP (Großbritannien), von der Lega Nord (Italien) und von rassistischen Gruppierungen aus den USA, Spanien und Ungarn an. Prominentester Redner ist der FN-Vorsitzende Jean-Marie Le Pen.
Gegen das Treffen der europäischen Rechtspopulisten und Rassisten werden am 20. September viele Tausend Menschen auf die Straße gehen: Ziel ist es, den Veranstaltungsort zu blockieren und den Kongress durch massenhaftem zivilen Ungehorsam platzen zu lassen. Denn Fakt ist: Alles, was Pro Köln und deren Gäste zum Thema Islam zu sagen haben, ist rassistische Hetze und genauso gemeint. Deshalb also:
BLOCKEN!
arranca! Redaktion, 29.07.2008
#38: Wem gehört der Klimawandel? Gemeinsame Ausgabe mit sul serio.
Tadzio Müller und Alexis Passadakis bechäftigen sich mit der Zeitlichkeit linker (Klima-)Politik. Mario Candeias bietet einen Überblick über das Verhältnis von Kapitalismus und Natur, während sich die Beiträge von Stefan Thimmel, Greg Ruiters und Andreas Hetzer mit der konkreten Produktion von Papier, Strom und Treibstoff beschäftigen. Julika Schmitz betrachtet den Zusammenhang von Klimawandel, Gender und Biodiversität. Außerdem weiteres zu individuellem Konsum, deutscher Küche und neuen Kontrolltechniken in grün. Außerhalb des Schwerpunktes gibt es einige grundlegende Betrachtungen von Iman Attia zum antimuslimischem Rassismus und Andreas Kemper beschreibt Obdachlosenfeindlichkeit als eine spezifische Form von Klassismus. (mehr)
#39: Wir möchten euch einladen das Konzept der Militanten Untersuchung neu zusammenzusetzen, zu verbinden, quer zu lesen, auszuleuchten, weiterzuentwickeln oder zu verwerfen. Wir freuen uns über Artikel-, Reportagen, Diskussionsvorschläge oder Ausgefalleneres. (mehr)
(english version of the call)FelS, 17.07.2008
Letzten Sonntag beteiligten sich knapp 35.000 Menschen aus dem Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg an dem BürgerInnenentscheid, was 3,6% mehr WählerInnen als für das Quorum notwendig waren. 86,8% stimmten für den Entscheid der Initiative Mediaspree versenken! (
http://www.ms-versenken.org) und somit eindeutig gegen die neoliberalen Umstrukturierungs- und Privatisierungspläne der Stadt.
FelS, 02.06.2008
Aktion 'dichtmachen!' am Freitag, 6. Juni, 6 Uhr - 13 Uhr. Ort ab Freitag, 6 Uhr, unter: www.dichtmachen.org
Streik? Im Einzelhandel? Aber man kann doch jeden Tag einkaufen...
Genau das wollen wir ändern! Verkäuferinnen und Verkäufer im Einzelhandel kämpfen seit praktisch einem Jahr für bessere Löhne und gegen die Streichung der Spät- und Wochenendzuschläge, doch keinen interessierts: Die Unternehmen setzen Streikbrecher ein, die Läden bleiben geöffnet, die Öffentlichkeit bemerkt wenig.
be_streik! - gemeinsam dichtmachen...
Also haben wir, Verkäuferinnen, KundInnen und linke AktivistInnen uns entschlossen, ein Zeichen zu setzen und eine Filiale gemeinsam zu bestreiken. Alle. Zusammen. Arbeit rund um die Uhr ohne Zuschläge, miese Löhne und Arbeitsbedingungen – das kennen wir alle von unterschiedlichsten Jobs. Und wir wissen: Gegen Prekarisierung hilft nur Solidarität. Und gegen Business as usual hilft nur kollektiver Druck.
Am Freitag, dem 6. Juni wollen wir in der Zeit von 6:00 bis 13:00 Uhr gemeinsam mit den Streikenden eine Filiale bestreiken und dichtmachen! Der Ort der Aktion wird kurzfristig bekannt gegeben, um dem Unternehmen keine Gelegenheit zu geben, frühzeitig Streikbrecher herbei zu schaffen. Kommt zahlreich und bringt eure Freunde und Bekannte mit!
Infos zum Ort der Aktion bekommt ihr über den mailverteiler (auf:
http://www.dichtmachen.org/newsletter), Freitag ab 6 Uhr auf
http://www.dichtmachen.org oder über das Infotelefon: 0160-90584618
FelS, 17.05.2008
Wer am 2. Mai in Berlin eine der großen Tageszeitungen aufschlug, musste den Eindruck gewinnen, eine MaydayParade habe nicht stattgefunden. Vom myfest war die Rede und von der revolutionären 18 Uhr Demo. Und dass schließlich doch wieder Mülltonnen brannten. Wenn auch – oh, toll! – erneut weniger als im Vorjahr. Warum wir die Parade trotzdem als Erfolg betrachten, warum die Schwächen des Mayday gegenwärtig zugleich seine Stärken sind, und was es braucht, um den Mayday zu dem zu machen, was er sein könnte – auf diese Fragen wollen wir im Folgenden eingehen.
FelS, 27.04.2008
Heraus zum Mayday!
Zum dritten Mal findet am 1.Mai 2008 in Berlin die Mayday-Parade statt. Unter dem Motto
»be.STREIK.berlin - Organisiert das schöne Leben!«
werden wir – hoffentlich gemeinsam mit euch – den unsicheren Arbeits- und Lebensverhältnissen den Kampf ansagen!
Auch die neue Ausgabe der arranca!EXTRA steht ganz unter dem Fokus des Maydays. Deshalb ist diese Nummer auch um eine Beilage des Mayday-Bündnisses erweitert. Hier erfahrt ihr alles Wichtige rund um den Mayday 2008 in Berlin.
Viel Spaß beim Lesen, wir sehen uns auf der Parade!
Die arranca!EXTRA #3 wird in Berlin (natürlich auch am 1. Mai!) kostenlos verteilt und kann als PDF-Datei hier runtergeladen werden.
FelS, 09.04.2008
Auch am diesjährigen 1. Mai wird es in Berlin wieder eine Mayday-Parade der Prekarisierten geben! Beginn ist um 14 Uhr auf dem Boxhagener Platz in Friedrichshain, der Abschluss wird auf dem Spreewaldplatz in Kreuzberg statt finden. Unter dem Motto "be.STREIK.berlin - Organisiert das schöne Leben!" wird gemeinsam unsicheren Arbeits- und Lebensverhältnissen der Kampf angesagt!